Die Messtechnik ermöglicht im Bauwesen eine Vielzahl an Kontrollen und deckt Schwachstellen auf. Durch den gezielten Einsatz der unterschiedlichen Methoden kann so eine ordnungsgemäße Handwerksleistung bescheinigt werden. Im Hinblick auf Wärmebrücken eine wichtige Maßnahme um z.B. Schimmel zu vermeiden. 

BlowerDoor-Messung

Mit einer BlowerDoor-Messung - oder auch Luftdichtheitsmessung - wird die Dichtheit der Gebäudehülle überprüft. Über Undichtigkeiten z.B. beim Fensteranschluss findet ein erhöhter Luftwechsel statt. Zum einen wird dadurch das beheizte Gebäudevolumen unnötig oft ausgetauscht. Ein erhöhter Energieverbrauch der Heizungsanlage ist die Folge. Des weiteren besteht die Gefahr des Feuchteeintrages in Bauteile der Gebäudehülle. Mit dieser Feuchte kann ein Schimmelwachstum hervorgerufen werden, was wiederum zu Gesundheitsschäden führen kann.

 

Die Energieeinsparverordnung schreibt daher die Dichtheit der Gebäudehülle vor. Beim Bau von KfW-Effizienzhäusern wird sogar die Durchführung einer Luftdichtheitsmessung gefordert.

Wir führen diese Messungen für Sie durch. Nach DIN EN 18329 wird die Luftdichtheit der Gebäudehülle dokumentiert und ein Luftdichtheitszertifikat erstellt.

Bau-Thermografie

Mit der Gebäudethermografie werden Temperaturunterschiede an Oberflächen farblich dargestellt. Hilfreich sind solche Untersuchungen bei dem äußeren Gebäudeabschluss. Schwachstellen oder fehlende Wärmedämmung werden lokalisiert und mögliche Schimmelherde werden erkannt. Die sogenannten Wärmebrücken zeigen einen erhöhten Wärmestromabfluss durch das Bauteil.

Doch nicht nur die Gebäudehülle kann thermografiert werden, sondern auch im Innern lassen die unterschiedlichsten Dinge aufzeigen. Eine Leckortung der Fußbodenheizung oder aber auch das Aufsuchen von Holzständern in Wänden und Dächern ist möglich.

 

Sie wünschen eine eingehende Beratung zu Nutzen und Vorteilen der Wärmebild-Thermografie? Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir beraten Sie gern!

Feuchte-Messung

Relative Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur sind wesentliche Bedingungen für ein behagliches Wohnklima. Im Idealfall liegt die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 %, die Raumtemperatur zwischen 19 und 22 °C. Zu einem guten Raumklima gehört auch hochwertige, von Schadstoffen freie Raumluft und eine ausreichende Frischluftzufuhr!

Niedrige Luftfeuchte wird vor allem dann als störend empfunden, wenn die Innenraumluft mit Schadstoffen oder Feinstaub belastet ist. Die Temperatur der Oberflächen des Raumes trägt darüber hinaus wesentlich zur Behaglichkeit bei.

Es ist wenig bekannt, dass das subjektive Wärmeempfinden des Menschen zur Hälfte von der Raumtemperatur, zur anderen Hälfte von der Oberflächentemperatur der ihn umgebenden Flächen bestimmt wird - wir kennen diesen Effekt, wenn wir im Winter in der Sonne sitzen.

Kalte Oberflächen wie schlecht gedämmte Außenwände oder alte Fenster werden daher als unbehaglich empfunden. Warme Oberflächen (Kachelofeneffekt) bewirken das Gegenteil, der Körper empfindet den Innenraum wärmer, als es das Thermometer anzeigt.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auch bei gut gedämmten Gebäuden ein Augenmerk auf die Luftfeuchtigkeit zu werfen. Denn heutzutage werden die Bauteile immer dichter, die Feuchtigkeit kann nicht mehr durch Leckagen nach außen abgeführt werden. Schimmelgefahr droht. Mittels einer Langzeitmessung von Feuchtigkeit und Temperatur ermitteln wir Schwachstellen in der Gebäudegeometrie oder dem Nutzerverhalten. Eine gezielte Anpassung hierbei verschafft hier eine Reduzierung der Schimmelpilzgefahr. Gerne helfen wir Ihnen weiter!

U-Wert-Messung

Wärmeverluste sind unvermeidlich, man kann sie aber durch kluges Bauen und Wohnen deutlich senken. Baustoffe halten Wärme unterschiedlich gut. Wie gut gibt der U-Wert an. Er ist ein wichtiger Indikator bei der Beurteilung von wärmetechnischen Eigenschaften von Baustoffen und beschreibt die Wärmeverluste, die durch ein Bauteil auftreten. Die Kenntnis über die U-Werte eines Gebäudes gibt wertvolle Hinweise auf mögliche, beziehungsweise notwendige bauliche Veränderungen.

Möchte jemand den U-Wert berechnen, muss er den Wandaufbau kennen, welches Material wurde in welcher Stärke verbaut? Und welche Wärmeleitfähigkeit haben die einzelnen Materialien? Dies ist insbesondere bei Altbauten schwierig. Wir ermitteln den U-Wert über das gesamte Bauteil, unabhängig von den einzelnen Materialschichten des Wandaufbaus. Dadurch gewonnene Erkenntnisse können für die Dicke der Wärmedämmung herangezogen werden. Eine grobe Annahme des Wandaufbaus ist dadurch nicht notwendig, denn hier liegt man häufig auf der schlechteren Seite.

 

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